Wasser
Nun zum Thema Wasser. Ich denke es ist ein sehr wichtiges Thema zur Pflege von Orchideen und dazu gibt es auch viele Meinungen und Erfahrungen. Ich liste einige Erfahrungen auf und einige grundsätzliche Regeln.

Man kann nicht genau sagen, eine Pflanze braucht so und so viel Wasser in dieser und dieser Zeit. Es hängt von vielen Faktoren ab. Erstens kommt es darauf an wo man die Pflanze kultiviert, ob im Wohnraum, Keller,im Freien oder Gewächshaus. Es kommt auf die Pflanze an, ob im Substrat oder aufgehängt , um welche Pflanze es sich handelt und wie hoch die Luftfeuchtigkeit und Temperatur ist und ob die Orchidee gerade in der Ruhezeit ist und etwas weniger Wasser benötigt. Dann kommt noch das Klima dazu, er kommt darauf an wo man wohnt.

Eines ist jedoch häufig zu beobachten. Anfänger ertränken ihre Orchideen oft und sie enden in ihrem Fussbad dahin. Die Orchideen beziehen ihr Wasser einerseits über die Erdwurzeln, andererseits über die Luftwurzeln und Blätter. Einige Orchideen haben Bulben. Diesw dienen als Wasserspeicher. Andere haben sehr fleischige Blätter , die viel Wasser speichern können. Die Orchideen mögen keine Fussbäder. Dies geschieht wenn man zuviel giesst und das Wasser im Uebertopf stehen bleibt. Die Wurzeln faulen dann und die Pflanze geht ein. Die richtigen Orchideentöpfe haben genug Löcher am Boden, damit das Wasser ablaufen kann. Wenn man die Orchidee in einem Uebertopf halten will, sollte man unbedingt ein kleines Gitter zwischen Uebertopfboden und Orchideentopf legen. Das garantiert, dass das überschüssige Wasser ablaufen kann. Es gibt Kunststoffgittereinsätze für Uebertöpfe damit das restliche Wasser nicht an die Wurzeln kommt. Oder man gibt eine Schicht Blähton , Seramis oder Kies in den Uebertopf, welches als Drainage dient. Man sollte das Wasser in den Uebertöpfen ab und zu eintrocknen lassen damit sich keine Springschwänze ansiedeln oder übelriechende Algen entstehen. Der Uebertopf sollte auch etwas grösser sein als der Orchideentopf selber. Es gibt auch spezielle Fensterbank Sets in verschiedenen Grössen. Darin kann man die Orchideen ohne Uebertöpfe stellen. Das Wasser fliesst ab und das verdunstende Wasser befeuchtet noch herrlich die Umgebung.

Es gibt so einige Faustregeln für's giessen. So ca. 1 x pro Woche auf einen Topf mit 12 cm Durchmesser. Je nach dem wie heiss der Sommer ist, braucht's etwas mehr. Es kommt auch darauf an ob die Pflanze im Ruhestand ist, dann brauchen einige weniger Wasser oder sogar eine Trockenphase. Man kann der Pflanze auch in Form von sprayen Feuchtigkeit zufügen. Nur sollte man sich vorher informieren welche Orchideen es mögen . Es gibt einige ,die es nicht so sehr schätzen. Am besten sprayt man morgens damit die Blätter zur Nacht hin abtrocknen können. Es sollte jedoch kein Wasser ins Herz der Pflanze laufen oder in den Blattachseln liegen bleiben. Dies kann ebenfalls zum verfaulen führen. Man sollte daher einen guten Zerstäuber kaufen, der sehr feinperlig ist . Für eine grössere Orchideensammlung lohnt es sich den Pumpsprayer zu kaufen. Dies erspart einem das "Wunddrücken" der Hand.

Eine gute Hilfe ist es auch, wenn man den Topf hochhebt. Fühlt er sich extrem leicht an, ist das Substrat durchgetrocknet und man kann giessen. Ist er aber noch etwas schwer, dann hat er noch genug Wasser. Mit der Zeit bekommt man das Gefühl dafür. Man darf sich nicht von der obersten Schicht Substrat beirren lassen. Wenn die trocken ist, kann es in der Mitte des Topfes noch nass sein. Aelteres Substrat , verfilztes Substrat hält ebenfalls das Wasser länger zurück als ganz frisches Substrat. Substrat mit Sphagnum drinn hält das Substrat ebenfalls etwas länger feucht.

Pflanzen, die aufgehängt sind, werden häufig besprüht und bekommen 1 -2 x pro Woche ein Tauchbad für ein paar Stunden. Die Wurzeln saugen sich dann voll mit Wasser . Das Wasser sollte generell zimmerwarm sein. Gut eignet sich Regenwasser so fern es nicht allzu sehr verschmutzt ist. Man sollte es aber nicht von der Dachrinne aus auffangen. Es könnte dann Ablagerungen im Wasser haben. Man sollte es auch nicht lange in Regentonnen aufbewahren. Ebenfalls gut eignet sich filtriertes Wasser. Dazu kann man die üblichen Wasserfilter verwenden. Vielleicht kennst du sogar die Beschaffenheit des Wassers wo du wohnst oder die Gemeinde kann es dir mitteilen. Es sollte auf keinen Fall zu salzhaltig sein da es sonst den Wurzeln schaden könnte. Im Winter ist es besser wenn man morgens wässert oder sprüht. Die Pflanzen können dann gut abtrocknen bis zur Nacht. Im Sommer kann es auch am Nachmittag sein. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen kann man zum Beispiel einen Vernebler laufen lassen und die Orchideen einnebeln. Dies ist im Winter zu empfehlen wenn die Luft vom heizen her so trocken ist. In die Fensterbankschalen kann man Wasser einfüllen welches dann ebenfalls verdunstet und Feuchtigkeit abgibt.

Wenn du genauere physiologische Erklärungen willst, findest du diese auf den bei Links aufgeführten URL's

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