Umtopfen
Wann wird umgetopft ?

Nun die beste Zeit zum umtopfen ist das  Frühjahr oder Herbst. Im Sommer und Winter sollte man nur wenn unbedingt notwendig umtopfen. Das heisst bei irgenwelchen Notfällen.

Gründe zum umtopfen

Es gibt einige Gründe zum umtopfen. Einerseits wenn der Topf zu klein geworden ist, das Substrat verrottet ist oder man kranke Wurzeln vermutet.

Wenn die Neutriebe keinen Platz mehr haben und schon über den Topf hinauswachsen, sollte man umtopfen. Dabei kann man die Pflanze teilen falls nötig oder erwünscht . Wenn du etwas Erfahrung gesammelt hast, kannst du leicht erkennen wenn das Substrat erneuert werden muss. Verrottetes Substrat trocknet schlecht durch und wird kaum noch belüftet. Man erkennt es an der Struktur. Wenn du mit dem Finger ein Loch reinbohren kannst, ist es sicherlich verottet.

Wenn deine Orchidee krank aussieht, ist es ratsam die Wurzeln zu inspizieren. Anschliessend solltest du frisches Substrat verwenden und einen frischen Topf. Sind die alten Töpfe noch gut, können sie mit Seifenwasser ausgewaschen werden und allenfalls desinfiziert werden. So kann man sie problemlos wieder verwenden. Jungpflanzen müssen öfters umgetopft werden da man sie zu Beginn in einen sehr kleinen Topf setzt. Dem Wachstum angepasst nimmt man jeweils eine Nummer grösser.

Material

Stelle einen neuen Topf bereit. Oder verwende den alten aber der muss vor dem Einsetzen der Orchidee gereinigt und desinfiziert werden. Reinige ihn mit Seifenlauge und desinfiziere mit Alkohol oder kochend heissem Wasser. Bei Monopodial wachsenden Orchideen kannst du die gleiche Topfgrösse verwenden. Symbodial wachsende brauchen oft einen grösseren Topf damit die Neutriebe wieder Platz haben. Einige Orchideen mögen Tontöpfe, da dort das Substrat besser durchtrocknet als im Kunststoff und durch den Ton eine Verdunstungskälte entsteht, die für einige Pflanzen gut ist. Darunter gehören zum Beispiel die Cattleyas oder Brassias. Doch die meisten Orchideen hält man in Kunststoff Töpfen. Die Phalaenopsen werden oft in transparenten Töpfen gehalten da sie das Licht durch lassen aber sie veralgen mit der Zeit. Erfahrungen zeigen, dass Phalaenopsen auch im normalen Plastiktöpfen wunderbar gedeihen. Auch ein Uebertopf schadet nicht, aber wie im Thema Wasser beschrieben, denke daran zwischen Topf und Uebertopf sollte eine Drainage sein oder ein Gittereinsatz. Für einige Orchideen kann man auch Hängekörbchen verwenden oder einige nehmen die Plastikeinsätze, die man für Gartenteichpflanzen nimmt.

Substrat

Man kann beim Orchideenhändler fertiges Orchideensubstrat kaufen. Wenn man erwähnt für welche Art Orchideen man es braucht, kriegt man genau das richtige. Profis mischen ihr Substrat schon mal selber.

Grundsätzliches

Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Topf. Manchmal geht dies nicht so ring, da einige Wurzeln am Rand haften. Versuch den Topf ein wenig zu schütteln und drehen. Man sollte versuchen alles Substrat von den Wurzeln zu lösen. Keine Sorge, wenn dabei mal eine Wurzel etwas beschädigt wird. Danach solltest du mit einer scharfen Pflanzenschere (ich verwende eine Rebschere ) alle toten Wurzeln und sonstig faules abschneiden. Du kannst dabei recht grosszügig sein. Inspiziere die Wurzeln dabei. Anschliessend kannst du die Wurzeln unter handwarmem Wasser abspülen. Achte, dass kein Wasser ins Herz läuft. Danach setzt du die Pflanze in den frischen Topf. Fülle zuerst etwas Drainage Material auf den Boden. Wenn die Wurzeln etwas lang sind, drehst du am besten den Topf immer etwas mehr. So winden sich die Wurzeln gut in den Topf. Füll nun das Substrat ein. Drück es vorsichtig mit dem Finger nach unten. Schüttle ab und zu den Topf auf den Tisch, damit die Brocken nach unten fallen. Achte, dass die Neutriebe freiliegen oder die Bulben. Hat die Orchidee wenig Wurzeln und somit wenig Halt, kannst du ein Holzfixierstäbchen in 3 Teile brechen und die Orchidee von 3 Seiten her stützen bis die Orchidee wieder gut verwurzelt ist. Dies verhindert ein kippen. Warte mit dem ersten Giessen mindestens eine Woche. In dieser Zeit können allfällige Wunden an den Wurzeln heilen und es kommt nicht zur Fäulnis.

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